Die WiBT-Weihnachtsgeschichte


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Abgeschickt von Volker Jorczyk am 26 Dezember, 2003 um 08:59:11

Liebe Nachbarn,

die nachfolgende Geschichte - Ähnlichkeiten mit Vorkommnissen am Önklstieg in Stenkelfeld dürften rein zufällig sein - zugeschnitten auf unsere Siedlergemeinschaft erreichte mich neulich aus der elektronischen Feder von Susanne. Sie (Anm. der Red.: die Geschichte, Susanne aber auch!) hat mir so gut gefallen, dass ich sie Euch nicht vorenthalten möchte.

Auf diesem Weg möchte ich Euch auch im Namen des WiBT-Vorstandes ein angenehmes Weihnachtsfest im Kreis Eurer Lieben sowie einen schwungvollen Rutsch in ein wieder einmal spannendes und nachbarschaftsgeprägtes neues Jahr 2004 wünschen.

Beste Grüße aus dem KBW 12

Volker

Anhang:

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt
(Ereignisse am 1. Advent)

08.00 Uhr morgens
In der Reihenhaussiedlung „Wir im Backumer Tal“ entzündet die Rentnerin Erna B. beim Kaffeetrinken zur Feier des 1. Advent auf dem Küchentisch 1 Kerze. – Sie hört aus dem Radio die ersten Weihnachtslieder und erfreut sich am warmen Kerzen-Licht.

10.00 Uhr
Der Enkel Norbert besucht die Rentnerin und überrascht sie mit 3 Elektrokerzen, die er auf der Fensterbank ihres Wohnzimmers installiert.
Vorweihnachtliche Stimmung breitet sich aus – die Freude ist groß!

10.14 Uhr
Beim Entleeren des Mülleimers erfreut sich Nachbar Ottfried P. an der Adventsbeleuchtung der Rentnerin und stellt nun seinerseits ein 10-armiges dänisches Kerzenset zu je 15 Watt ins Küchenfenster.
Die Nachbarn werden aufmerksam – und nur Stunden später erstrahlt die gesamte Siedlung „Wir im Backumer Tal“ im besinnlichen Glanz von 134 leuchtenden Fenster-Dekorationen.

19.03 Uhr
Im 14 km entfernten Kohlekraftwerk Scholven registriert der wachhabende Ingenieur irrtümlich einen Defekt der Strom-Messgeräte für den Bereich Herten, - ist aber zunächst arglos.

20.17 Uhr
Den Eheleuten Volker und Claudia J. gelingt der Anschluss einer Kettenschaltung von 96 Halogen-Filmleuchten durch sämtliche Bäume ihres Obstgartens ans örtliche Drehstromnetz.
Die Nacht wird taghell... . – Teile der heimischen Vogelwelt beginnen verwirrt mit dem Nestbau.

20.56 Uhr
Der Diskothekenbesitzer vom „Rheinhousen“. will nun seinerseits zur vorweihnachtlichen Stimmung beitragen und montiert auf dem Flachdach seines Hauses das Laser-Ensemble „Metropolis“, das zu den leistungsstärksten in Europa zählt.

21.30 Uhr
Im Trubel der betrieblichen Vorweihnachts-Feier im Kohlekraftwerk „Scholven“ verhallt das Alarmsignal aus Generator-Halle 5 ungehört !

21.50 Uhr
Der Matrose Hannes K. zaubert mit 25 Seenot-Rettungs-Scheinwerfern den „Stern von Bethlehem“ an die tiefhängende Wolkendecke.


22.12 Uhr
Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute in sommerlicher Bekleidung und mit leichtem Gepäck irrt orientierungslos durch die Siedlung „Wir im Backumer Tal“.
Kurz zuvor war ihre Boeing 747 der Singapur-Airlines versehentlich in der mit 3000 bunten Neonröhren gepflasterten Garagenzufahrt der Bäckerei Neuhaus gelandet.

22.37 Uhr
Die Raumsonde „Voyager 7“ funkt vom Rande der Milchstrasse seit Stunden Bilder von einer angeblichen „Supernova“ auf der nördlichen Erdhalbkugel.
Die Nasa-Experten im Kontrollzentrum Houston sind ratlos.

22.50 Uhr
Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Kohlekraftwerkes „Scholven“.
Der gesamte Komplex mit seinen 30 Turbinen läuft mit 350 Mega-Watt brüllend weit über der Belastungsgrenze.

23.06 Uhr
Aufgrund der Helligkeit in der Siedlung „Wir im Backumer Tal“ erwacht die Studentin Bettina G. aus tiefem Schlaf und erfreut sich an dem scheinbar sonnigem Dezembermorgen.
Wie gewöhnlich will sie ihren Morgenkaffee zubereiten.
Um genau 23.12 Uhr betätigt sie den Schalter ihrer Kaffeemaschine.

23.12 Uhr und 14 Sekunden
Plötzlich erlöschen in der Siedlung „Wir im Backumer Tal“ wie durch Zauberhand alle Lichter.
Es herrscht beängstigende Ruhe. Hinein in die Dunkelheit und Stille des gesamten Landkreises erschallt wie Donnerhall die Explosion des Kohlekraftwerks „Scholven“ !!!

**********
Wenig später irren orientierungslose Menschen durch die stockfinsteren Ortschaften - Menschen wie du und ich, denen eine Kerze auf dem Adventskranz nicht genug war.

Frohe Adventszeit !




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